Main Menu

Neuigkeiten von der LSG

Lizenz kann schon mit 16 Jahren erworben werden (Artikel aus der Schwäbichen Zeitung)

Gepostet am 07.10.2021

Nach einer erfolgreichen Saison hat sich die Luftsportgruppe Ravensburg mit Sitz am Regio Airport Mengen Platz zwei in der Segelflug-Bundesliga sichern können und steigt somit in die zweite Bundesliga auf. Zudem gelang Platz 1 in der Landesklasse Baden-Württemberg.

Die OLC (kurz für Online-Contest) Segelflug-Bundesliga ist ein dezentraler Breitensport-Wettbewerb im Flugsport, der seit 1999 besteht. Die Teilnehmer absolvieren dabei Streckenflüge, die nach verschiedenen Faktoren wie zurückgelegte Strecke, Geschwindigkeit oder Flugzeugindex gewertet werden. Geflogen wird dabei an 19 Wochenenden, immer beginnend mit dem dritten Aprilwochenende. Pro Verein werden dabei immer die drei besten Flüge des Tages gewertet. Die Bewertung ist international standardisiert durch die Internationale Segelflugkommission (IGC).

Segelfliegen bedeutet, ein Flugzeug ohne einen Motor im Gleitflug zu bewegen. Nach dem Vorbild vieler Vögel in der Natur nutzen die Pilotinnen und Piloten Aufwinde, um an Höhe zu gewinnen. Diese Aufwinde entstehen entweder thermisch durch die Sonneneinstrahlung oder durch die Topografie, zum Beispiel als Hang-Aufwind. Bei entsprechenden Wetterlagen können dank den hervorragenden Steig- und Gleiteigenschaften von modernen Segelflugzeugen auf diese Art und Weise Flüge über mehrere Stunden und Hunderte von Kilometern zurückgelegt werden.

Jeder große Streckenflieger fängt jedoch klein an mit der Ausbildung zum Segelflugpiloten. Die Luftsportgruppe Ravensburg bildet daher auf ihren vereinseigenen Flugzeugen Segelflug-Pilotinnen und Piloten aller Altersklassen aus. Dank den insgesamt vier ehrenamtlich tätigen Fluglehrern ist die Ausbildung dabei auch für Jugendliche erschwinglich. Das Mindestalter für den Erwerb der Lizenz ist 16 Jahre. Die Ausbildung und der erste Alleinflug können jedoch schon mit 14 Jahren absolviert werden. Wenn das Wetter passt, trifft man sich an den Wochenenden am Flugplatz, um gemeinsam zu schulen und zu fliegen.Anders als viele vermuten, ist Segelfliegen ein Teamsport! Da die meisten Segelflugzeuge keinen Motor besitzen, muss man sich gegenseitig helfen, in die Luft zu kommen. Dies geschieht entweder durch ein anderes Schleppflugzeug, das den Segelflieger in die Lüfte zieht, oder durch eine Seilwinde. Dazu werden viel Personal und ein verantwortungsvolles Handeln benötigt. Ist das Segelflugzeug einmal in der Luft, fliegt es gänzlich ohne Antrieb – und ohne einen einzigen Tropfen Treibstoff zu verbrauchen.

Die Nähe des Regio Airport Mengen zur Schwäbischen Alb ist für Segelflieger dabei besonders attraktiv. Die Kalksteinböden der Schwäbischen Alb speichern gut die Wärme der Sonneneinstrahlung. Dadurch entstehen hier besonders gut thermische Aufwinde, die die Pilotinnen und Piloten für den Höhengewinn nutzen können. Interessenten und Flugbegeisterte sind jederzeit herzlich willkommen!


Ziellandewettbewerb zum Abschluss der Saison

Gepostet am 06.10.2021

Zum Abschluss der diesjährigen Segelflug-Saison veranstalteten wir am vergangenen Samstag einen kleinen Ziellandewettbewerb zusammen mit den Pilotinnen und Piloten des LSC Friedrichshafen.

Runter kommt man ja bekanntlich immer. Entscheidend ist das „Wie“. Und da man als Segelflieger schnell auch mal außerhalb des Flugplatztes auf einem Acker oder auf einer Wiese landen muss, ist die Präzision der Landung von enormer Wichtigkeit.

Wie der Name schon vermuten lässt, ging es also darum, so nah wie möglich ein einem definiertem Landefeld zu landen. Zu frühes oder zu spätes Aufsetzen wurde abhängig von der Entfernung mit Strafpunkten geahndet. Teilnehmen konnte dabei jeder, ob Flugschüler oder erfahrener Streckenflieger und auch die Wahl des Flugzeuges war frei. Vorgeschrieben war lediglich eine saubere Anflug- und Landeeinteilung. Jeder Teilnehmer bekam dabei zwei Versuche, deren mittlere Punktzahl später gewertet wurde.

So stellten sich insgesamt 19 Pilotinnen und Piloten dieser Herausforderung. Wie sich zeigte, war es gar nicht so einfach, bei einer Anfluggeschwindigkeit von 80 - 100 km/h die lediglich 3 m lange Landezone exakt zu treffen. Schnell war daher unsere K6E als Wettkampfflugzeug besonders beliebt, da diese einen sehr langsamen Landeanflug zulässt. Aber auch unser doppelsitziges Schulungsflugzeug ASK21 war im ständigen Einsatz. Dabei konnte auch der ein oder andere Gastflug unternommen werden.

Abends wurde dann gemeinsam gegrillt und die Sieger (mit Freibier) gekürt. Dabei konnten insbesondere unsere Flugschüler abräumen. Einen grandiosen ersten Platz belegte Benjamin Raisch (alias „Astir-Benny“), dicht gefolgt von Tim Kienle auf Platz 2. Den dritten Platz belegte Norbert Anger, der als erster und einziger das Landefeld exakt getroffen hat, obwohl er „nur mal kurz am Flugplatz vorbeischauen und eigentlich gar nicht fliegen“ wollte. Ob aus Glück oder Können, den Platz auf dem Siegertreppchen haben sich alle drei Piloten rechtmäßig verdient ;-)

Gratulation dazu!!

Mit dem Duo Discus in den französischen Alpen

Gepostet am 01.10.2021

„Vol à voile au paradis“ („Segelfliegen im Paradies“) - so lautet das Motto des französischen Aeroclub de Sisteron. Und dabei wird nicht übertrieben: Denn die südfranzösischen Seealpen bieten mit ihren besonnten Hängen und Bergen ideale thermische Bedingungen für den Segelflug. Durch den Mistral, einem katabatische Fallwind, der von Norden über das Rhonetal zieht, sind dort auch regelmäßig Wellenflüge mit Höhen bis zu mehreren Tausend Metern möglich. So ist es nicht verwunderlich, dass es jedes Jahr unzählige Segelflug-Touristen in diese Gegend zieht.

So erging es auch unseren beiden Piloten Peter und Samuel, die sich kurzerhand entschieden, mit unserem doppelsitzigen Vereinsflieger „Duo Discus“ für zwei Wochen nach Sisteron, Südfrankreich zu fahren. Denn da in Deutschland das Wetter Ende September oft nicht mehr ausreicht, um längere Streckenflüge zu unternehmen, ist dies in Südfrankreich aufgrund des wärmeren Klimas oft noch länger möglich.

Zwar gab es auch dort den ein oder anderen „blauen“ Tag, an dem die Luftmassen zu trocken und stabil waren, um ordentliche Aufwinde zu erzeugen. An ein paar Tagen war das Wetter jedoch sehr gut und so unglaublich faszinierende und lehrreiche Streckenflüge im Gebirge möglich, die das ein oder andere Mal bis kurz vor Sonnenuntergang gingen. Dabei ließ man sich auch nicht durch späte Starts aufgrund eines Fahrtmesserausfalles beirren, welcher durch ein Insekt verursacht wurde, das sich in der Staurohrdüse verirrt hat und dieses dadurch blockierte. Am letzten Tag vor der Abreise blies dann endlich der lang ersehnte Mistral, der einen unglaublichen Wellenflug auf bis zu 5300 m und ein paar spektakuläre Aufnahmen zuließ!

Alle anzeigen
Diese Webseite verwendet Cookies zum Zwecke der Datensicherheit. Eine weitere Auswertung dieser Daten findet nicht statt! Weitere Informationen Einverstanden